Rezension: The Age of Darkness – Feuer über Nasira

Werbung/Rezensionsexemplar

Spannender Auftakt mit kleinen Schwächen. The Age of Darkness von Katy Rose Pool ist der Auftakt zu einer Fantasy-Trilogie und konnte mich mit einer Welt voller Magie und einer geheimen Prophezeiung neugierig machen.

Klappentext

Einst lenkten sieben Propheten die Welt, doch sie sind längst verschwunden. Geblieben ist nur ihre letzte, geheime Prophezeiung. Sie sagt ein Zeitalter der Dunkelheit voraus und die Geburt eines neuen Propheten, der die Welt entweder retten oder ihr Untergang sein wird. Fünf junge Menschen führt die Prophezeiung zusammen: einen Prinzen in der Verbannung, eine Mörderin, die ihre Opfer mit der »Blassen Hand« zeichnet, einen getreuen Paladin zwischen Pflichtgefühl und Herz, einen Spieler mit der Gabe, alles und jeden zu finden, und ein sterbendes Mädchen, das kurz davor ist, aufzugeben. Einer von ihnen hat die Macht, die Welt zu retten – oder sie in den Untergang zu stürzen. (cbj)

Mein Fazit

3,5/5 Sterne

Zugegeben, als ich das Cover und den Klappentext gesehen habe, war ich erstmal nicht überzeugt. Im Nachhinein kann ich gar nicht mehr sagen, was ich mir unter der Geschichte vorgestellt hatte. Nachdem eine Freundin mir allerdings tagelang davon vorgeschwärmt hat, musste ich einfach sehen, was hinter ihrer Begeisterung steckt.

The Age of Darkness überzeugt von Beginn an mit einer vielseitigen, etwas mittelalterlich angehauchten und gut konstruierten Welt. Ich hatte Spaß daran Orte wie Pallas Altos und Nasira kennenzulernen und immer mehr über die Welt und ihre Bewohner herauszufinden.

Erzählt wird die Geschichte aus den verschiedenen Blickwinkeln der fünf Protagonisten. Sie starten an unterschiedlichen Punkten, mit eigenen Hintergründen und Zielen, dennoch kreuzen sich einige Wege recht schnell. Insgesamt hat mir die Dynamik, die so entstand sehr gut gefallen, allerdings bin ich nicht mit allen Charakteren so richtig warm geworden, was für mich auch der größte Kritikpunkt an dem Buch ist.

Gerade Hassan war mir von Beginn an unsympathisch. Er ist der Prinz von Nasira und hat leider keine Gabe abbekommen, ist also nicht so besonders wie er es gern sein würde. Blöd gelaufen. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass er sich zu sehr um sich selbst gedreht hat. Seine oft kindischen Reaktionen stehen in einem Kontrast zu dem, was er eigentlich sein will: stark, verantwortungsbewusst, ein Anführer.

Auch zu Anton, dem Jungen mit der Seher-Gabe, hatte ich zu Beginn des Buches keinen richtigen Draht, das hat sich aber mit der Zeit gegeben. Allerdings fand ich einige Wendungen in seinem Erzählstrang sehr vorhersehbar.

Auch Jude ist vor weniger klugen Entscheidungen nicht sicher, trotzdem war er mir deutlich sympathischer als Hassan. Er steht für sein Handeln ein, verfolgt letztendlich doch seine Ziele und wächst mit seinen Aufgaben.

Das Geschwistergespann Ephyra und Beru fand ich schon auf den ersten Seiten spannend. Ephyra tötet, um ihre Schwester am Leben zu erhalten, während Beru immer mehr an diesem Vorgehen zweifelt. Die Entwicklungen zwischen den beiden kamen für mich nicht immer unerwartet, trotzdem waren sie interessant zu beobachten.

Aus den verschiedenen Schicksalen und Wegen der Charaktere und den komplexen Worldbuilding ergibt sich ein spannendes Gesamtbild, das mich sehr neugierig auf den nächsten Band gemacht hat, obwohl ich gerade bei den Charakteren noch ein paar Schwächen sehe.


Titel: The Age of Darkness – Feuer über Nasira

Autorin: Katy Rose Pool

Verlag: cbj

Erscheinungsdatum: 21. September 2020

Preis: 20 Euro

Hier findet ihr eine Leseprobe.

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