Rezension: Das sternenlose Meer

Werbung/Rezensionsexemplar

Schon Der Nachtzirkus von Erin Morgenstern war ein Buch, das einfach besonders war. Doch mit Das sternenlose Meer hat sich die Autorin nochmals übertroffen. Eine verwirrende und wunderschöne Geschichte, einzigartig erzählt.

Klappentext

Eigentlich arbeitet Zachary Ezra Rawlins an seiner Promotion, doch er kommt nicht weiter. Denn immer, wenn er in der Bibliothek ist, sucht er ein Buch auf, das zwischen den Regalen versteckt liegt. Ein Buch, in dem Zachary eines Tages eine Schilderung seiner eigenen Kindheit findet. Aber wie ist das möglich? Auf der Suche nach dem Geheimnis dieses Buches entdeckt Zachary eine unterirdische Welt voller Bücher am Ufer eines sternenlosen Meers, wo er schließlich eine Verschwörung aufdecken und für die Liebe seines Lebens kämpfen muss. (Blessing)

Mein Fazit

5/5 Sterne

Die Geschichte um Zachary Ezra Rawlins schickt den Leser auf eine magische Reise voller wundersamer Geschichten. Gerade zu Beginn ist das sehr verwirrend, denn in dem Buch wird nicht nur Ezras Geschichte erzählt, es werden auch verschiedene andere Kurzgeschichten eingebunden. Immer wieder wechselt man die Perspektive, springt zwischen dem Geschichten und erst im Laufe des Buches kann man Zusammenhänge und Bedeutungen erkennen. Das ergibt eine komplexe Gesamtstory, erfordert aber auch einiges an Konzentration vom Leser.

Das sternenlose mehr ist keinn Buch, das man mal eben so an einem Nachmittag verschlingt. Nicht weil es nicht spannend ist, sondern weil es so komplex und die Erzählweise so ungewöhnlich ist. Man muss sich Zeit nehmen um mit der Geschichte warm zu werden, muss zurückblättern, um Zusammenhänge zu begreifen oder Wendungen nochmal nachzuschlagen. Das Buch kann anstrengend sein, aber es lohnt sich!

Auch die Charaktere passen in dieses Gefüge. Sie sind komplex und vielschichtig und es dauert einige Seiten bis man sie wirklich kennenlernt und ihre Rollenbilder zusammenpuzzlen kann. Auch das erfordert ein bisschen Geduld vom Leser, macht die Geschichte aber umso besonderer. Zachary Ezra Rawlins war mir von Beginn an sympatisch, aber von Kapitel zu Kapitel ist er mir noch mehr ans Herz gewachsen.

Das sternenlose Meer ist eines dieser Bücher, um das man ein bisschen kämpfen muss, aber wenn es einen erstmal in seinen Bann gezogen hat, lässt es einen nie wieder los. Wer aber nicht bereit ist sich auf dieser Reise einzulassen, wird sich an dem Buch die Zähne ausbeißen. Für mich ist es ein Jahreshighlight und ein neues Lieblingsbuch und es hat Erin Morgenster auf die Liste meiner liebsten Autor*innen katapultiert.


Titel: Das sternenlose Meer

Autorin: Erin Morgenstern

Verlag: Blessing

Erscheinungsdatum: 25. Mai 2020

Preis: 22 Euro

Hier könnt ihr einen Blick in das Buch werfen.

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