Rezension: Gods of Ivy Hall – Cursed Kiss

Cursed Kiss von Alana Falk lockt mit griechischer Mythologie und verbotener Liebe. Unter dem wunderschönen Cover verbirgt sich allerdings eine Geschichte, die mich mit gemischten Gefühlen zurückgelassen hat.

Klappentext

Erin würde alles geben, um einfach eine normale Studentin am Ivy Hall College zu sein. Doch sie ist alles andere als normal: Sie ist eine Rachegöttin im Dienst von Hades, dem Herrscher der Unterwelt. Seit Erin in einem verzweifelten, dunklen Augenblick einen Pakt mit dem Gott eingegangen ist, ist sie dazu verdammt, jungen Männern mit einem Kuss die Seele stehlen und sie damit zu Hades‘ Untertanen zu machen. Niemals darf sie sich verlieben, das ist Erins wichtigste Regel. Bis sie auf einer Verbindungsparty Arden begegnet und plötzlich alles anders ist. Ardens Nähe, seine Blicke, seine zufälligen Berührungen wecken Gefühle in Erin, die sie nicht empfinden darf. Denn ein einziger Kuss würde sein Schicksal besiegeln … (Ravensburger)

Mein Fazit

3/5 Sterne

Ich habe ewig an diesem Buch gelesen und jetzt wo ich es beendet habe, kann ich nicht so richtig sagen, was ich davon halten soll. Schon mein Start mit Cursed Kiss war schwierig. Die ersten Seiten sollten den Druck abbilden, der auf Erin lastet, weil sie regelmäßig Seelen an Hades liefern muss und zeigen gleichzeitig ihre erste Begegnung mit Arden. Und NATÜRLICH SIND DIE BEIDEN SOFORT FASZINIERT VONEINANDEN, KÖNNEN NICHT MEHR AUFHÖREN ANEINANDER ZU DENKEN und so weiter. Ich bin in den meisten Büchern kein Fan vom Liebe-auf-den-ersten-Blick-Trope und so war es leider auch hier. Im Zusammenspiel damit, dass beide sich nur noch zwingen wollten nicht an den anderen zu denken, wirkte das Ganze verkrampft, unrealistisch und absolut cringey.

Leider schließt sich auch mein Eindruck von den Charakteren dort an. Weder die Rachgötting Erin noch der viel zu perfekte Arden konnten mein Herz gewinnen. Beide wirken als sollten sie etwas sein, dass sie nicht sind. Erin sollte tough und clever wirken, war bis zum Ende aber hauptsächlich naiv. Arden sollte wohl der sensible Mr. Perfect sein, aber für mich war das einfach zu viel. Dadurch dass er immer genau richtig reagiert hat, bekam er für mich als Charakter einfach keine Tiefe. So war mir auch die Lovestory der beiden ziemlich egal. Sie kam mir theatralisch und kitschig vor, was vor allem am Schreibstil lag.

Die Entwicklungen am Ende des Buches stellen die Mythologie-Aspekte wieder ins Zentrum und bringen ENDLICH Bewegung in die Story. Allerdings war vieles davon ziemlich vorhersehbar. Trotzdem hat das Ende mich neugierig auf den zweiten Band gemacht, auch wenn ich schon eine Ahnung habe, wo das hinführen wird.

Ich habe einige Abschnitte des Buches bei Bookbeat als Hörbuch gehört und muss leider sagen, dass mir die Sprecherin nicht gefallen hat. Wenn eine Szene sowieso schon cringey war, wollte ich mir beim Hörbuch nur noch die Ohren zuhalten.

Insgesamt konnte Cursed Kiss mich nicht so richtig überzeugen. Das Buch war unterhaltsam, konnte mich aber nicht nachhaltig begeistern. Pluspunkte gibt es auf jeden Fall für die griechische Mythologie, auch wenn ich da noch einige Fragen hätte.

Spoiler-Zone

Für alle, die das Buch bereits gelesen haben, habe ich hier noch ein paar Gedanken gesammelt, die ich während des Lesens oder danach hatte:

  • Arden war mir von Anfang an suspekt. Spätestens als seine Haare so detailliert als aschefarben beschrieben wurden, wusste ich: Da ist was faul. Dann kamen die Zwischenfälle mit den Tieren dazu und die Sache mit Lyra und dass seine Erinnerungen sich „verschoben anfühlen“. Naja und die Tatsache, dass er der perfekte Good Guy sein sollte. Ich wäre nicht unbedingt darauf gekommen, dass er der Sohn von Hades ist, aber da war von Anfanf an was faul! Entsprechend wenig überrascht war ich am Ende.
  • Wenn Arden und Lyra die Kinder von Göttern sind, gibt es dann noch andere wie sie? Und wo sind die? Was machen die? Ich musste bei dem Reveal die ganze Zeit an Percy Jackson denken und hatte 1000 Fragen im Kopf.
  • Kriegt man von den Anderen Göttern oder auch von den Kreaturen aus der griechischen Mythologie auch mal was mit?! Oder tun wir einfach so als wären die nicht da, weil das Worldbuilding sonst zu komplex und zu anstrengend werden würde?
  • Hat noch jemand das Bedürfnis die Geschichte aus Sicht von Lyra zu lesen? Der Koma-Teil ist dafür natürlich unpraktisch, aber generell diese Rivalität zwischen Halbgöttern könnte super spannend sein, wenn man das ein bisschen größer aufzieht.
  • Ist sich noch jemand sicher, dass Arden und Erin wieder zueinander finden? Ich seh das jedenfalls schon kommen. Arden hatte ja quasi seine „böse Seite“ outgesoured und jetzt wo sie wieder da ist, ist er wieder ein vollständiger Charakter (und meiner Meinung nach 982378232091247 mal interessanter als vorher) und das bedeutet, dass er beide Seiten hat.

Ende der Spoiler-Zone


Titel: Cursed Kiss

Autorin: Alana Falk

Verlag: Ravensburger

Erscheinungsdatum: 1. Februar 2020

Preis: 18,99 Euro

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